Das Planspiel „Toledo to do“

Ein Projekt von LIFE e.V.

„Toledo to do“ ist eine neue, interaktive Plan- und Rollenspiel-Methode, die in der schulischen oder außerschulischen Bildungs- und Jugendarbeit eingesetzt werden kann.
Die innovative Methodik stärkt die Diversity- und Demokratiekompetenz und fördert die historische und kulturelle Bildung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ab 15 Jahren.

Die Teilnehmenden des Planspiels tauchen in die Stadt Toledo im 13. Jahrhundert ein und nehmen die Rollen ihrer Bewohner*innen an. Die Stadt auf der Iberischen Halbinsel, im heutigen Spanien, stand für Weltoffenheit und ein friedliches Zusammenleben von Muslimen, Juden und Christen.
Die Teilnehmenden des Planspiels erleben, wie es in ihrer, durch kulturelle und religiöse Vielfalt geprägten Stadt zu einem Konflikt kommt, der zu einer Bedrohung für das friedliche Zusammenleben werden kann. Wie kann der Konflikt gelöst und das Vertrauen zwischen den verschiedenen Bewohner*innen Toledos wieder hergestellt werden?
Durch das Planspiel wird ein intensiver Prozess im Umgang mit Diversität und Diskriminierung initiiert. Der Perspektivwechsel und die zeitliche und räumliche Distanz – in eine andere Person, an einem anderen Ort – ermöglichen einen neuen sensibilisierten Blick auf das heutige Zusammenleben in der pluralen Migrationsgesellschaft: in der eigenen Stadt, Kiez oder Schule.

Die Methoden des Planspiels basieren auf dem Rollenspiel „Delicate Balance. Toledo as a Model.“ von Prof. Dr. Aviva Doron, Universität Haifa, Israel. „Toledo to do” ist ein Modellprojekt, das von LIFE e.V. entwickelt wird und zwischen Oktober 2016 und September 2019 umgesetzt wird.

Das Toledo-Projekt wird vom Zentrum für Bildungsintegration (ZBI) der Universität Hildesheim wissenschaftlich begleitet.